gespannt, gebannt

Gespannt hat viele Bedeutungen.

 
Man ist neugierig,
 
eine Haltung, die aus dem Bogenschießen abgeleitet ist,
 
dann, wenn der Bogen gespannt ist,
 
bereit um einen Pfeil abzuschießen.
 
Deswegen sagt man als Redewendung ” gespannt, wie ein Flitzebogen”
 
Der Zustand des gespannt Seins kann merkwürdig, seltsam, kurios, sein.
 
Im Englischen curious, tense und eager
 
Was wird kommen, was wird sein, was passiert mit uns, wie wird sich alles entwickeln.
 
Viele Fragen, keine oder wenige Antworten, und diese nicht fundiert.
 
Herzklopfen, wie auf Kohlen sitzen.
 
Gebannt kann fasziniert sein, aber auch gelähmt, wie die  sprichwörtliche Maus
 
angesichts der Schlange.
 
Man sagt auch ” Gefahr erkannt, gebannt”,
 
Tritt das Erwartete ein, weswegen man gespannt war,
 
müsste aufgrund der eigenen Erfahrungen eigentlich nichts besonderes  passieren,
 
auf  jedwedes Problem kann man reagieren,
 
wenn man nur mit offenen Augen durch das Leben geht.

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Türen zur Zukunft

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Die Welt kracht in ihren Fugen, das Gefüge verliert sich, man fragt sich: ” wo sind die Notausstiege, aber wir müssen immer wieder neue erfinden.

Türen können sich verschließen, aber auch öffnen.

Man kann sie für beide Optionen verbinden.

Zukunft ist einfach zu definieren. Im Augenblick, wo sie erlebbar ist, mutiert sie zu Geschichte.

Denkt man über die Zukunft nach plant man zumeist, manche Menschen haben Visionen.

andere Träume , vom Erfüllen von Wünschen.

Zukunft kann aber auch Angst bedeuten, wenn all das sich in der gegenwart ereignende eher zu Pessimismus als Optimismus animiert.

Vielleicht denkt jede Generation über die Jüngere, daß alles viel schlimmer wird,

und dass alles früher besser war, was objektiv nicht stimmte.

Dabei vergessen wir, dass die jetzigen Kinder nicht die Vergangenheit erleben,

sondern die Gegenwart als Ausgangspunkt ihrer Zukunft sehen.

Sind nicht die Träume das Tor zur Zukunft.

Schön, wenn man die Chance des Vertrauens in die Zukunft, die unaufhaltsam kommen wird, haben darf.

Auch Kriege, Katastrophen gehen vorbei,

der Mensch kann die Umwelt vergiften, vergessen, daß das Gift vielleicht der Ausgangspunkt für Lebewesen bedeutet, die sich daran anpassen können und entwickeln, nur sind es dann vielleicht  nicht wir Menschen.

Die Tür  zur Zukunft ist der Glaube an das Gute, an Werte, Vertrauen in sich, gute Freunde zu haben, sich nicht zu verbiegen

die Tür ist der Spiegel, in dem man blicken kann, ohne zu fragen ” Spieglein ,Spieglein an der Wand, wer ist der mächtigste Mann im Land”, der Spiegel der Eitelkeiten, sondern  der Spiegel, dessen Bild einem entgegen lacht, wo man sich noch in die Augen schauen kann.

 

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Insekten

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In und Sekt, und beides trifft nicht zu.

Kleine, oft mit Flügeln versehende Tiere, die von Entfernung gesehen harmlos, manchmal putzig aussehen,

näher betrachtet blusaugende, aasfressende, auch giftige Lebewesen manchmal nützlich, manchmal schädlich oder harmlos,

aber die grösste Artenvielfalt aller Spezies, alles multi, hinsichtlich Farben, gefahr, Schönheit, Hässlichkeit

Lateinisch ” Insectum” das Eingeschnittene,

Kerbtiere, Gliederfüssler.

Das ein oder andere Insekt erinnert an menschenähnliche  Gestalten, hat drei Hauptkörperteile.

in Kinderbüchern mit Namen versehen, verniedlicht, Mitleid erregend, wie ” Karl der Käfer” oder Symphatie wie die Biene Maya.

Strategische Überlebenskünstler, die sich den unwirtlichsten Situationen und Lebensbedingungen anpassen können,

klein aber mächtig, wie  Ameisen und Termiten, aber auch perfekte Architekten von baulichen oder künstlerischen Werken und Bauten.

Sie gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Bewohnern  der Erde,

auch zu den ungeliebtesten.

In manchen Ländern entdeckt man sie als Nahrungsmittel,

aber auch als dressierbare Tiere, wie im Flohzirkus

Treten sie in Massen auf, wimmelt es nur von Ihnen,

und einige erinnern, nicht nur im Verhalten, an Menschen

 

Rights to use my texts and paintings

Please make donations. You can buy my texts for use, also my paintings Half of the prize will be spent for “ children in need“ The prize , make an offer, is per blog. If you want to buy an original painting write an E mail which one and make a prize offer. Half of the prize is also for Children in need. My Phone: 0049 1792751039 E mail: hanspeterheckner@web.de oder hecknerpeter@aol.com

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HPH s blog

Stelle Dir vor Dein Weg hat eine  Farbe und zieht sich wie ein Faden Deiner Singularität und Individualität durch ein kleines Stück der Ewigkeit, als ein Nichts im Gesamten. Und wie schön muss es sein, wenn Du die Chance hast, daß vielleicht andere Fäden ein Stück parallel laufen, so wie wenn Du Spaghetti kochst und ein paar aneinander kleben bleiben, rosa, lila, blau, brombeer , giftgrün, egal welche Farben Deine Spur hat, eine Farbnuance im Weg der Vergangenheit in die Ewigkeit und manchmal hat man das Glück, daß in einer Spur der Fäden etwas abzweigt und Teil eines unermesslichen Netzwerkes wird. Bring Farbe in die Spur, gib ihr Hoffnung, daß das Netz immer heller wird und Licht in das Dunkel der Unendlichkeit bringt

 

 

Suchend

Gedankenräume, nicht wie Porträts im klassischen Sinn.

Vibrierend, fast nervös – sie scheinen das Innere nach außen zu kehren.

Die Augen sind weit geöffnet, aber nicht auf etwas gerichtet; sie sehen nach innen.

Der Ausdruck des Suchenden, vielleicht einem, der gerade in der Mitte eines Erkenntnisprozesses steht, zeigt

Wärme, Bewegung, Intuition, aber auch Überforderung.

Man könnte sagen:

Das Feuer des Denkens und die Fragilität des Fühlens.

Eine Welt in sich,tragend, aber diese ist noch dabei, sie zu ordnen.

Man sagt zwar: wer sucht der findet, aber das bezieht sich zumeist auf physische Dinge.

In anderen Bereichen ist der Mensch das ganze Leben auf Suche.

Beispielsweise nach einer Wahrheit.

„nach einer Wahrheit“ weil es vielleicht mehrere Wahrheiten gibt.

Oft verlegt man etwas und ist froh wenn man dieses wiederfindet.

Eichhörnchen suchen im Winter ihre im Herbst versteckt haben und uns geht es manchmal ähnlich .

Dann ist wieder Eichhörnchentag.

Diese überleben trotz Suche und sie geben nie auf.

Improvisieren und durchhalten.

Irgendwie sind wir ein ganzes Leben Suchende.

Man stelle sich vor es gäbe nichts zum Suchen, alles wäre da, vielleicht faktisch schön, aber vermutlich langweilig.

Suchen ist eben ein Antriebsfaktor.

Impulsdenken.

Gesicht und Körper wie von Energie- und Gedankenströmen durchzogen wirkend.

Manchmal denkt man nicht in Worten, sondern in Impulsen

Der Übergang zwischen Erinnerung und Erkenntnis.

Mentale Bahnen, auf denen sich Gedanken zu einem Muster ordnen.

Das muss nicht zwangsläufig impulsiv sein.

Impulse sind Anregungen.

Entscheidend ist wie wir damit umgehen.

Zu oft reagieren wir nicht, sind durch die vielen täglichen Eindrücke abgestumpft oder lassen

Handlungsoptionen außer Acht, weil diese dem Mainstream nicht entsprechen.

Wir können aber auch selbst Impulse geben und damit mitsteuern.

In einer Demokratie sind Impulse ein Geben und Nehmen, in einer Diktatur nur das Steuern , nachsteigen und Kontrollieren.

Konzentrieren wir uns lieber auf die Freiheit Impulsgeber und Nehmer zu sein, und nur dann wann , wo und wie wir es wollen

Das Unfokussierte

Manchmal entsteht das Wesentliche genau dort, wo der Blick sich verliert.

Wo die Konturen verschwimmen, und das Denken nicht mehr weiß, was es halten soll.

Im Unfokussierten beginnt das Werden.

Es ist der Raum, bevor Bedeutung sich formt, bevor das Auge entscheidet, was wichtig ist.

Hier tanzen die Möglichkeiten, wie Staub im Licht eines Morgens, noch unentschieden, aber voller Versprechen.

Das Unklare ist kein Mangel, sondern eine Einladung: die Welt neu zu sehen, nicht als Objekt, sondern als Bewegung.

Aus der Unschärfe wächst die Form, aus dem Chaos die Linie, aus dem Schweben das erste Wort.

Vielleicht ist das Schöpferische nichts anderes als der Mut, im Nebel zu bleiben, bis sich das Licht selbst entscheidet, wohin es fällt.

kollektiv

Szenen des Übergangs,

Fast wie ein Tanz zwischen den Ebenen des Bewusstseins.

Archaisch wirkend,

Gibt es Gestalten, vielleicht Hüter oder Kräfte, die sich über die kleineren Menschen beugen?

Sie sind nicht alle bedrohlich, sondern eher einfach nur bewegte Energien, die das Geschehen beeinflussen.

Manche gebückt, gehend, miteinander verbunden, im alltäglichen Leben

Menschen in Bewegung, Arbeit, Begegnung.

Zu oft im Mainstream schwimmend, nur die eigene Meinung duldend.

Symbolische Schichten, in der die Linien und Farben wie Ströme von Erinnerung, Technik und Emotion ineinanderfließen.

Das Kälte, Hitze, Transformation, vielleicht eine Art eines inneren Feuers oder kollektiver Erneuerung.

Man könnte sagen:

Oben tanzen die Kräfte, unten handeln die Menschen.

Zwischen beiden Ebenen glüht das Denken – ein Übergang von Materie zu Bedeutung.

Nur macht dieser Zustand , alles kollektiv zu erleben, nur seine eigene Meinung duldend, nicht glücklich.

En Passant

„En passant“ – das ist ein Phänomen der jetzigen Zeit.

Wir nehmen vieles auf und alles mit.

Menschen sind die Figuren im Spiel des Lebens.

Sie bewegen sich wie in einem fließenden Übergang, jeder in seiner eigenen Richtung, doch verbunden durch das gemeinsame Band des Hintergrunds.

Eine Atmosphäre aus Wärme und Bewegung, vielleicht ein Marktplatz der Geschichten, vielleicht ein Bild des Lebensflusses.

Die Rhythmen des Daseins, konzentriert, fast zielgerichtet,

impulsiv, gestisch, wie Emotionen in Bewegung.

Nur ab und zu Ruhe und Reflexion.

Es ist das Vorübergehen des Lebens .

Menschen, die sich kreuzen, ohne sich ganz zu begegnen, jeder ein Fragment einer größeren Erzählung.

„En passant“ – das Denken im Gehen, das Leben im Übergang.

Der Abdruck

In Gesichtern kann man lesen.

Freude, Schmerz, Wut.

Man kann nicht immer alles verbergen, wie hinter einer Maske oder die Frau im Schleier, die alles sieht, man aber nur ihre Augen durch die Schlitze sehen kann.

Manche wirken nicht wie eine Figur, eher wie ein Abdruck, ein Echo ihres verborgenen Selbst.

Konturen verschieben sich, als wären sie aus Erinnerung geformt, aus Linien und Formen, die nur die Betroffenen selbst kennen.

Und dies nicht aus ihren Plänen, sondern aus ihrem eigenen Spiegelbild.

Nicht identisch, aber verwandt, wie eine Möglichkeit, die sie nie gelebt hatten.

Sie sprechen sich in ihrem Spiegelbild selbst an:

„Du… verbirgst dich in meinem Gesicht“.

Das Gegenüber lächelt, und das Lächeln ist wie ein Riss im Licht. „Nein“, sagte er. „Du birgst dich in mir. Ich bin das, was du nicht zeichnest, weil du glaubst, dass es niemand sehen darf.“

Die Stadt reagiert in der Nacht . Fenster flackeren, als würden sie blinzeln. Straßenlaternen zogen ihre Schatten zurück. Die Farben um sie herum wurden dichter, schwerer, fast warm.

„Ich bin die Linie, die du immer verwischst“, sagte er. „Der Teil von dir, ein Abdruck, der sich nicht zeigt, weil er zu wahr wäre.“

Es ist die Situation , in der das Herz gegen die Schichten der Stadt schlägt.

Im Spiegel die Müdigkeit, die man selbst trägt.

Die Wachsamkeit. Die Spannung um die Augen. Die Geschichten, die sich in Falten und Linien eingraben, nicht in Schicksalslinien der Hand.

„Wenn du in meinem Gesicht verborgen bist“, sagte das Abbild, „dann bin ich nicht allein.“

Die Antwort: „Niemand ist es. Wir tragen uns selbst — in Schichten, in Licht, in Linien. Und manchmal zeigt sich das Verborgene erst, wenn die Welt beginnt, mitzuschreiben.“

Identität ist kein Ort. Sie ist ein Fluss aus Formen — und manchmal birgt sich das Wichtigste genau dort, wo man es am wenigsten erwartet: im eigenen Gesicht.

Man kann alle irreführen, nur nicht sein Spiegelbild.

Man müsste sonst seinem eigenen Blick ausweichen.

Zwischen den Schichten des Lichts

Szenen wie in einem Traum, der sich in Farbe und Linien auflöst.

Manchmal schwirren die Gedanken, halb sichtbar, halb verschwindend, zwischen Stadt und Licht, so.

als ob die Sonne über der Stadt zerbrechen und alles zu flimmern beginnen würde.

Häuser lösten sich in Linien auf, Straßen verwandelten sich in Ströme aus Gelb und Orange.

Jemand auf der Strasse blieb stehen.

Eine Frau mit dem Blick, der durch die Farben schnitt wie ein Gedanke, der sich weigert zu verblassen.

Sie war Architektin des Unsichtbaren.

Jeden Tag zeichnete sie Pläne für Gebäude, die nie gebaut werden sollten.

Konstruktionen aus Erinnerung und Wind.

Doch heute war alles anders.

Heute schien die Stadt ihre Skizzen zu übernehmen, als hätte diese beschlossen, selbst zu träumen.

Die Mauern atmeten, die Fenster flüsterten, und die Schatten begannen, sich zu bewegen.

Die Frau spürte, wie ihre Konturen sich mit den Linien der Stadt verbanden.

Ihr Gesicht wurde Teil der Fassade, ihre Hände Teil der Straßen.

Sie war nicht mehr Beobachterin, sondern Bestandteil — eine Figur im städtischen Gedicht aus Licht und Bewegung.

„Vielleicht“, dachte sie, „ist das die wahre Architektur:

” Nicht das, was bleibt, sondern das, was sich auflöst.“

Und während die Farben über sie hinwegzogen, wurde sie zur Brücke zwischen dem Sichtbaren und dem Vergessenen,

ein Wesen aus Übergängen, das in jedem Sonnenuntergang neu geboren wird.

Die Nacht kam nicht plötzlich.

Sie sickerte langsam in die Farben, wie Tinte ins Papier.

Die Frau spazierte zur Brücke, die sie selbst entworfen hatte,

eine aus Glas und Schatten.

Unter ihr floss der Verkehr wie Gedanken, die sich nicht mehr ordnen ließen.

„Du hast uns gezeichnet“, sagte eine Stimme hinter ihr.

Sie drehte sich um.

Ein Mann stand dort, halb im Licht, halb im Dunkel.

Sein Gesicht war von Linien durchzogen, als wäre er selbst Teil ihrer Skizzen.

„Ich bin einer deiner Entwürfe“, fuhr er fort. „Aber du hast vergessen, mich fertigzustellen.“

Die Frau schwieg. Der Wind trug die Farben der Stadt über ihre Haut, und sie spürte, wie die Grenzen zwischen Zeichnung und Wirklichkeit sich auflösten.

„Vielleicht“, sagte sie leise, „muss Unvollständigkeit bleiben, damit etwas lebt.“

Der Mann nickte. „Dann sind wir beide lebendig.“

Sie gingen nebeneinander durch die Straßen, die sich wie Gedanken verschoben.

Häuser öffneten sich, als wollten sie zuhören.

Über ihnen glühte der Abendhimmel in Schichten aus Gelb und Blau — als hätte jemand die Welt neu übermalt.

Und sie wusste:

Die Stadt war kein Ort mehr. Sie war ein Gedächtnis, das sich selbst erzählt.

Zu oft machen wir uns zu wenig Gedanken über das, was uns jeden Tag begegnet, wo wir leben und wohnen.

Jeder Tag. jeder Sonnenuntergang lädt uns zum Staunen ein, weil jeder Tag anders ist, und alles ein immer währender Prozess ist.

Das Leben ist einfach vielschichtig, und das Licht viel Nuancen,

vom Zwielicht über das Dämmerlicht bis zum grellen Scheinwerfelicht, das im Stakkato des Pulsierens und kaltes oder warmes Licht bringen kann.

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Mind architecture

In einer inneren Kartografie des Bewusstseins fliessen Erinnerung und Identität ineinander.

Manches ist im Übergang.

Halb Mensch, halb Idee.

Ein Schritt nach vorn, ein Versuch, aus einem komplexen inneren System auszubrechen.

Man konstruiert sich ein gedankliches Gebäude

Es ist das “wie” , der Weg, wie wir zu Erkenntnis kommen, erkennen wie man selbst denkt.

Wir haben ein Hilfsmittel, unseren inneren Kompass.

Mind architecture beschreibt nicht, was wir denken sollen.

Es zeigt, wie unser Denken gebaut ist:

Eine Architektur aus Begriffen, Bedeutungsnetzen, Bewertungslogiken und mentalen Modellen.

„Mind architecture“ ist kein starres Gebäude, sondern ein lebendiger Organismus aus Begriffen und Bedeutungen.

Man könnte sagen:

Das Denken ist ein Bauprozess, kein fertiges Haus.

Jeder Gedanke ist ein Stein, jede Erinnerung ein Fenster, und Identität das Licht, das hindurchfällt.

Diese Idee — dass Erkenntnis nicht das Ziel, sondern der Weg durch die eigene Struktur ist, erinnert an Bewegungen.

Es ist das Aufbrechen aus dem System,

das Moment, in dem man erkennt, wie man denkt, nicht nur was man denkt.

„Ein Gedanke erhebt sich aus dem Chaos, trägt die Erinnerung an viele Stimmen, und geht weiter – ins Offene.“

Die Architektur des Denkens zeigt sich nicht in fertigen Mauern, sondern in Bewegungen:

in der Art, wie Begriffe sich verknüpfen, wie Bedeutungsnetze pulsieren, wie Bewertungslogiken Wege öffnen oder verschließen.

Erkenntnis entsteht dort, wo wir den eigenen Bauplan durchschreiten, nicht dort, wo wir ihn besitzen.

Das „Wie“ wird zum eigentlichen Ort der Wahrheit: ein Prozess, in dem das Selbst sich selbst betrachtet, während es sich formt.

So wird Mind Architecture zu einer inneren Topologie,

zu einem Geflecht aus Übergängen, Schwellen, Resonanzen.

Dieses System sagt uns nicht was wir denken sollen, sondern es macht sichtbar wie Denken sich selbst erschafft.

Nur gehört zur Mind Architecture auch dazu, daß man reflektiert was man denkt, und bei allem nicht seine moralischen Werte und Ziele ausser Acht lässt.

Sonst baut sich mancher gerade so die Welt zurecht wie er sie den gerne hätte,

und die anderen müsse sich dem anpassen.

Wir sind nur ein Teil der Natur, ein winziges Element des Ganzen,

und die Bausteine der Mind Architecture hat genau dise in uns gelegt.

Wir sind kein Fremdkörper, aber verhalten uns zu oft so.

Allegorisch

Manchmal sind die Gedanken wie ein Traum, der sich zwischen Mensch und Maschine entfaltet.

Sie gleiten über die Oberfläche, dann sinken sie tief — erdig, archäologisch, als müsste man sie freilegen wie alte Fragmente einer vergessenen Wahrheit.

Zwischen den Schichten erscheinen Spiegelwesen:

Das Fremde, das uns prüft, und das Vertraute, das wir kaum noch erkennen.

Herzformen schlagen gegen Zahnräder, Gefühl ringt mit Funktion,

und manchmal umarmen sie sich, als wären sie längst aus demselben Stoff.

Doch das Eigentliche bleibt verschleiert,

absichtlich, damit der Blick sich im Ornament verliert und nicht auf die Nahtstelle fällt,

wo Mensch und Maschine einander berühren.

Dort beginnt die Allegorie — nicht als Erklärung, sondern als Tarnung der Wahrheit,

die nur sichtbar wird, wenn man lange genug stehen bleibt und zuhört.

Wir blicken selten hinter das Verschleierte, denn das Dahinter zeigt sich nicht auf Zuruf.

Es ist ein Raum ohne Tür, ein Zwischenreich aus Ahnung und Widerstand.

Doch die Neugier — dieses leise, ungeduldige Licht — schiebt sich immer wieder an den Rand der Schleier,

tastet nach Falten, nach Rissen, nach Stellen, an denen das Sein dünner wird.

Manchmal hebt sich ein Zipfel, nicht weit, nur einen Atemzug lang, und wir sehen etwas,

das uns ruft, aber sich nicht festhalten lässt.

Verdeckt, verschleiert, vernebelt.

Vielleicht ist es genau das, was uns weitergehen lässt:

Die Ahnung, dass hinter jedem Schleier ein weiterer beginnt, und dass das Suchen selbst uns lebendig macht.